Mit einem oder mehreren Briefen Menschenleben retten – Der Amnesty-Briefmarathon 2022 

  • SOR, UNESCO

Auch in diesem Schuljahr gab es die Möglichkeit, am Amnesty-Briefmarathon teilzunehmen. Das ist eine Aktion von Amnesty International, der größten Bewegung weltweit, die sich für Menschenrechte einsetzt. Jedes Jahr hat man im Rahmen des Amnesty-Briefmarathons um den 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, die Möglichkeit, sich für zehn Menschen einzusetzen, die zu Unrecht inhaftiert, eingesperrt wurden und deren Menschenrechte akut verletzt werden. Durch E-Mails, Tweets, Postkarten und Briefe können Teilnehmende rund um den Globus öffentlichen Druck auf die jeweiligen Regierungen ausüben und so den Gefangenen Hoffnung schenken.

Um diese Aktion am HSG zu organisieren, schlossen sich der AK SoR-SmC und die UNESCO-Gruppe zusammen und planten, unterstützt von den Lehrkräften Frau Hofmann und Herr Neumann, die einzelnen Facetten der Aktion. Hierbei wurde darauf geachtet, dass es rund um den Briefmarathon am HSG verschiedene informierende und motivierende Veranstaltungsangebote gab. Beispielsweise wurde im Schulhaus und online ein Flyer mit Details zur Aktion verteilt und eine Gruppe von Schüler*innen informierte alle teilnehmenden Klassen über die Teilnahmemodalitäten, u.a. auch über den kleinen Wettbewerb im Rahmen der Gesamtaktion. Ziel war es, möglichst die Mittel- und Oberstufe anzusprechen.  

 

Nachdem die Flyer verteilt und die Klassen über die Gesamtaktion informiert waren, markierte ein Crêpes-Verkauf den Auftakt des Briefmarathons. Ganz im Sinne der guten Sache waren die Leckereien in schwarz-gelb gehalten, denn der Briefmarathon sollte allseits in Erinnerung bleiben. Den Mitgliedern der Schulfamilie wurde nun die Aufgabe ans Herz gelegt, an der Aktion durch das Verfassen von handschriftlichen Briefen oder dem Unterschreiben von Vordrucken teilzunehmen. Diese konnten anschließend bis Ende Dezember eingereicht werden. Zusätzlichen Anreiz zum Schreiben bot, wie bereits erwähnt, eine Wettbewerbsaktion unter allen teilnehmenden Klassen der Mittel- und Oberstufe mit einem tollen Preis (einem menschenrechtskritischen Filmabend), den die Klasse mit den meisten eingereichten Briefen gewinnen konnte.   

 

Am Tag des Abgabedatums mussten die eingegangenen Briefe dann noch sortiert und durchgesehen werden, denn formal unstimmige Schriftstücke mussten aussortiert werden. Weil das eine durchaus umfangreiche Aufgabe ist, trafen sich mehrere Mitglieder der beiden AKs über einen gesamten Nachmittag hinweg, um dem nachzugehen. Hierbei sollten vor allem die handschriftlichen Briefe gegengelesen sowie die Vordrucke überprüft werden, um dem Team von Amnesty bereits ein wenig Arbeit abzunehmen. So wurden beispielsweise unvollständige Briefe, etwa ohne Angabe von Adressat oder Verfasser*in, aussortiert, da diese später nicht zugestellt werden könnten. Es wurden sehr viele Briefe von verschiedenen Klassen abgegeben, weshalb man aufpassen musste, dass nichts verwechselt und falsch notiert wurde – immerhin ging es an diesem Nachmittag auch um die Auswertung der Wettbewerbsaktion. Gemeinsam wurden die Briefe anschließend den jeweiligen Empfänger*innen zugeordnet und zum Abschicken vorbereitet.   

 

Insgesamt kamen in diesem Jahr fast 2000 Briefe zusammen, die meisten davon stammten von der Klasse 8c. Herzlichen Glückwunsch an die Klasse und vielen Dank für die Teilnahme der anderen Mitglieder der Schulfamilie. Wir hoffen, auch im nächsten Jahr wieder am Amnesty-Briefmarathon teilnehmen zu können.   

  

© Elina Malinowski, Q12 

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